Lass deine Idee mit uns wachsen

Sie haben ein innovatives Projekt, das Kindern und jungen Erwachsenen aus benachteiligten Communities zugute kommt und wollen mehr als nur eine finanzielle Unterstützung? Das SEED Programm hilft Ihnen dabei ihre Idee nachhaltig wachsen zu lassen.

Bewerbungsfrist: 02.06.2017

Was ist SEED?

Mit dem SEED Programm arbeiten wir für Chancengerechtigkeit für alle Kinder und jungen Erwachsenen in Wien. Zu diesem Zweck unterstützen wir Projekte, die Kinder und junge Erwachsene aus benachteiligten Communities speziell fördern und diesen vermehrt Möglichkeiten in allen Lebensbereichen eröffnen.

Unser Fokus liegt hierbei auf Projekten die in den Bereichen Bildung, Erwerb von Arbeitsmarktqualifikationen, Integration&Inklusion neuartige und innovative Lösungsansätze für alltägliche Probleme und Herausforderungen aufzeigen und zur Umsetzung bringen. Projekte dieser Art werden durch das SEED Programm nicht nur finanziell unterstützt, sondern zusätzlich durch das eigens auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden zugeschnittene Begleitprogramm mit Know-How und relevanten Kontakten versorgt. Das SEED Programm ist für Bewerbungen von Privatpersonen, Vereinen und Organisationen aus Wien und Umgebung geöffnet.

Gegründet wurde das SEED Programm als eine Initiative vom Verein mehr ist möglich! und Western Union in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung.

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Was macht SEED?

Vernetzung

Im Zuge des einjährigen SEED Begleitprogramms bekommen die Projektleitenden auch die Möglichkeit, sich untereinander sowie mit externen Experten über ihr Projekt auszutauschen und werden weiters bei der Medienarbeit und der Präsentation des eigenen Projekts unterstützt.

Begleitung

Während des einjährigen SEED Begleitprogramms werden Projektleitende durch individuelles Coaching sowie inhaltliche Workshops bei der erfolgreichen Umsetzung ihres Projekts unterstützt.

Förderung

Über das SEED Programm werden Projektförderungen von 1000-7000€ für Projekte zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus benachteiligten Communities vergeben.

Jetzt einreichen!

Und mit deiner Idee voll durchstarten.

Beispielprojekte

Pflichtschulabschluss als Start ins Leben

Beate Beispiel (38 Jahre, Wiener Neustadt): „Als Mutter dreier Kinder war ich über lange Jahre hinweg im Elternverein tätig und hatte sehr engen Kontakt zum Lehrkörper und zur Direktion der Schule meiner Kinder in Niederösterreich. Mir ist dabei aufgefallen, dass es immer wieder Jugendliche gibt, die nach dem neunten Schuljahr ihren Pflichtschulabschluss nicht haben. In manchen Fällen wird diesen Jugendlichen ein zehntes Schuljahr bewilligt, aber oftmals auch nicht und wenn die Unterstützung von zuhause fehlt, rückt der Pflichtschulabschluss oft in weite Ferne. Aus diesem Grund habe ich den Verein Starthilfe4you ins Leben gerufen, der in enger Kooperation mit Schulen genau für diese Jugendlichen eine Anlaufstelle bietet. Die Jugendlichen erhalten über den Verein einen persönlichen Mentor, sowie Möglichkeiten zur Berufsorientierung und Unterstützung beim Lernen.

Mithilfe des SEED Programms kann mein Verein dieses Jahr seine Arbeit erstmals auch an 20 Wiener Schulen anbieten und wir hoffen, dass wir in den kommenden Jahren ganz Wien mit unserer Arbeit abdecken werden. Ohne die finanzielle Unterstützung des SEED Programms und die Hilfe bei der PR Arbeit wäre uns das sicher nicht gelungen. Ich muss auch sagen, dass ich persönlich mich in den letzten Monaten seit ich im SEED Programm bin sehr stark weiterentwickelt habe. Ich “traue” mich jetzt in Dimensionen zu denken, die mir früher immer etwas zu groß für mich erschienen und habe eine ganz andere Einstellungen zu Herausforderung entwickelt. Es ist interessant zu sehen was alles möglich wird, wenn man beginnt es für möglich zu halten.“

Berufsorientierung einmal anders

Edith Example (25 Jahre, Wien): „Als Lehrerin an einer NMS in Wien unterrichte ich in einigen Klassen Berufsorientierung und dabei ist mir aufgefallen, dass die Berufswünsche der Kinder sich meist auf einige wenige Berufe beschränken. Erfahrungsgemäß ist das bei Mädchen oft noch eingeschränkter als bei Jungen und weiters entscheiden sich Mädchen oft für weniger gut bezahlte Berufe und Ausbildungen. Ausschlaggebend für die Berufs- bzw. Ausbildungsentscheidung ist bei vielen meiner SchülerInnen, ob jemand in ihrer Umgebung den Beruf macht oder nicht. Für viele ist es schwer vorstellbar einen Beruf zu ergreifen, den niemand in ihrer Umgebung macht bzw. einen der für das eigene Geschlecht eher untypisch ist.

Um mit diesen Stereotypen zu brechen habe ich ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem wir jede Woche in den Berufsorientierungsunterricht Besucher einladen, die in geschlechtsuntypischen Berufen arbeiten. Bisher hatten wir einen Kindergärtner, eine Elektrikerin und eine Programmiererin zu Gast. Weiters besteht auch die Möglichkeit für die SchülerInnen mit unseren BesucherInnen in Kontakt zu bleiben, sofern sie sich für einen Beruf besonders interessieren. Über das SEED Programm habe ich wertvolle Kontakte knüpfen können, die es mir erst möglich gemacht haben, die passenden Gäste für meine SchülerInnen ausfindig zu machen. Momentan bin ich gerade dabei, mit der Hilfe von Kontakten, die ich über das SEED Programm erhalten habe, Exkursionen auf Fachhochschulen und Universitäten zu organisieren.“

Gewalt ist keine Lösung

Max Mustermann (40 Jahre, Wien): „Ich bin seit 15 Jahren Lehrer an einer NMS im 20. Bezirk in Wien und erlebe leider sehr oft mit wie meine Schülerinnen und Schüler selbst Opfer von Gewalt werden und diese Gewalt auch wieder an ihre MitschülerInnen weitergeben.

Aus diesem Grund möchte ich bei mir an der Schule einen Schwerpunkt zum Thema Gewaltprävention etablieren. Über das SEED Programm habe ich die notwendige finanzielle und inhaltliche Unterstützung für unser 6 monatiges Pilotprojekt zu diesem Thema bekommen und kann mit den ersten 4 Klassen ein Projekt zur Gewaltprävention mit Fokus auf respektvollen und gewaltlosen Umgang miteinander ins Leben rufen. Im Zuge des Projektes können KollegInnen Fortbildungen zum Thema Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen besuchen, um so besser mit den Kindern arbeiten zu können und verschiedene Workshops und Unterrichtseinheiten für die SchülerInnen sind vorgesehen.  

Mein persönliches Ziel ist es in den kommenden Jahren, dieses Projekt auf alle Klassen an meiner Schule auszuweiten und momentan arbeite ich mit meinem persönlichen Coach im SEED Begleitprogramm daran die dafür notwendigen Konzepte zu entwickeln. Besonders gefällt mir am SEED Programm auch die Möglichkeit sich mit anderen Projektleitenden auszutauschen. Es ist immer wieder hilfreich für einen selbst zu beobachten, wie andere Leute, die in einer ähnlichen Situation sind, mit Herausforderungen umgehen und Lösungen für Probleme finden. Da kann man sich immer was abschauen und muss nicht alles selbst ausprobieren.“